Donnerstag, 22. Oktober 2020

Fietsen door het water en door de bomen

Belgisch Limburg rüstet bezüglich Fahrradtourismus auf. Die jüngsten Projekte "Radeln durch´s Wasser" und "Radeln durch die Bäume" bieten innerhalb des bestens ausgebauten und beschilderten Fahrradroutennetzes weit über die Region hinausgehende Attraktion. Gruppen müssen teilweise Schlange stehen, um einfahren zu können. Beide Infrastrukturen können auch von Wanderern und Rollstuhlfahrern genutzt werden. Beide Standorte befinden sich ein paar Kilometer auseinander nördlich von Genk. Weitere Informationen im Internet unter: www.visitlimburg.be/de/radeln-durchs-wasser und www.visitlimburg.be/de/radeln-durch-die-baume.

Die Bilder bedürfen keiner besonderen Erklärung. 


Sonntag, 18. Oktober 2020

DEGA-Lärmschutzpreis ausgelobt

Es war ein langer Weg von der Idee bis zur Auslobung, aber nun ist es geschafft. Unter anderem auf die Initiative von Jochen Richard hat der DEGA-Vorstand nun der Einführung des DEGA-Lärmschutzpreises zugestimmt (DEGA = Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.).

Der alle zwei Jahre auszulobende Preis soll zu einem besseren Lärmbewusstsein beitragen und die Sammlung innovativer Lösungen für den Lärmschutz bereichern. Er bezieht sich auf umgesetzte, innovative Maßnahmen, Technologien und Konzepte zum Schutz vor Umgebungslärm (Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, Gewerbe- und Freizeitlärm usw.) mit dem Schwerpunkt auf Lärmschutzmaßnahmen im öffentlichen Raum und dem Schutz ruhiger Gebiete. Die Maßnahmen, Produkte oder Konzepte können technische, planerische, organisatorische oder rechtliche Aspekte umfassen.

Die Zielgruppe für die Wettbewerbsbeiträge und für die Wettbewerbsergebnisse ist sehr weit gefasst (Stadtverwaltungen, Verbände, Fachplaner, Bürger). Alle Interessierten sind antragsberechtigt.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.dega-akustik.de/dega-laermschutzpreis. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 31. Januar 2021 möglich. Damit das Baby laufen lernt, wäre es schön, wenn bereits in der ersten Runde eine möglichst große Anzahl an qualifizierten Bewerbungen eingehen würde.

Montag, 21. September 2020

Klimaschutzumsetzungsgerätfestmachstelle

Ein Schnappschuss von unterwegs - die "Klimaschutzumsetzungsgerätfestmachstelle" am ZOB von Brackenheim, Baden-Württemberg.

Dienstag, 1. September 2020

Kreisverkehre einmal ganz anders!

Zwei ungewöhnliche und ganz unterschiedliche Beispiele für den Umgang mit Kreisverkehren sollen zeigen, dass Kreisverkehre mehr können als nur Fahrzeuge im Kreis zu führen.

Die Stadt Monheim m Rhein hat bereits viele "klassische" Kreisverkehre in ihrem kleinen Stadtgebiet umgesetzt. Ein Kreisverkehr ragt jedoch besonders heraus: "Haste Töne" von Inges Idee – ein riesengroßer Plattenspieler mit Teller, Tonarm und allem, was dazugehört – ein Hingucker. In Monheim wird seit 2017 der Bereich Kunst im öffentlichen Raum ausgebaut und neu entwickelt. Dabei soll die Ästhetik von Stadträumen, Straßen und Plätzen aufgegriffen und die Kunstauswahl so getroffen werden, dass sich Gestaltung und Orte gegenseitig ergänzen und die öffentliche Wahrnehmung der Orte so bereichert wird, wie die Stadt Monheim auf ihrer Internetseite ausführt. Die wegen der Kosten umstrittenen Kunst-Kreisverkehre sind nun sogar Teil des Kommunalwahlkampfes 2020: "Für schöne und funktionierende Kreisverkehre am 13. September CDU wählen" – wenn man es nicht besser wüsste, man könnte es für eine Persiflage halten. 

 



Einen ganz anderen Ansatz zum Umgang mit Kreisverkehren kann man in der Nachbarstadt Köln finden: Hier wurde ein Kreisverkehr als exterritoriales Gebiet zur "Bananenrepublik Köln" ausgerufen! Die Kreismitte wird von den Anwohnern gehegt und gepflegt – und natürlich sind hier Bananenstauden zu finden.

Donnerstag, 13. August 2020

Nachverdichtung und Stadt der kurzen Wege um jeden Preis?

Die letzte Dekade hat zu einem enormen Planungsdruck auf die verbliebenen Freiräume in innerstädtischen bzw. verstädterten Bereichen geführt. Dieser Druck entsteht vor allem durch die dringende Notwendigkeit, mehr kostengünstigen Wohnraum zu schaffen, dem Anspruch auf einen Kita-Platz gerecht zu werden, offene Ganztagsschulen anzubieten. Als Folge ist in fast jeder Stadt der kontinuierliche Verlust an wertvollen innerstädtischen Freiflächen zu beobachten.

Dem steht die Forderung gegenüber, innerstädtische Freiräume aus Gründen der ökologischen Vielfalt, der Bewältigung der Klimafolgen und der Erhaltung eines gesunden Stadtklimas zu erhalten. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat die hohe gesellschaftliche Bedeutung von wohnungsnahen Freiflächen gezeigt.

Mit einer "doppelten Innenentwicklung" kann dem Anspruch auf einen ausgewogenen Ausgleich zwischen Nachverdichtung und Freiraumentwicklung entsprochen werden. Dass diese Strategie erfolgreich sein kann, zeigen mutige Beispiele wie der Reesepark in Augsburg, der Domagkpark in München oder das städtebauliche Konzept der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn. Die Gemeinsamkeit dieser Projekte liegt in dem Mut, sowohl freiraumplanerisch als auch städtebaulich in größeren Dimensionen zu denken und mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten zu hinterlegen.
 

Reese-Park, Augsburg

 
Domagk-Park, München
 
BUGA-Gelände 2019, Heilbronn

Es gibt somit Perspektiven, eine bauliche Nachverdichtung und den Schutz von Freiräumen mit einer doppelten Innenentwicklung in Einklang zu bringen und das strategische Ziel einer Stadt der kurzen Wege zu erhalten – man muss dafür aber eine Vision entwickeln und diese politisch eine lange Zeit durchhalten.