Montag, 21. September 2015
ALD gründet AG "Lärmschutz im Städtebau"
Der "Arbeitsring Lärm"
(ALD – www.ald-laerm.de) der Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA) hat
Jochen Richard als Ansprechpartner für die AG "Bauleitplanung,
Innenstadtverdichtung, ruhige Gebiete, Kur- und Erholungsorte" benannt. Weitere
Mitstreiter sind willkommen! Wer Interesse hat, bitte direkt beim ALD oder auch
unter info@prr.de melden.
Donnerstag, 17. September 2015
Förderung von Mobilitätsprojekten über die nationale Klimaschutzinitiative
Das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert auf Basis der "Richtlinie
zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen
Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative" (Kommunalrichtlinie) Klimaschutzprojekte
in Kommunen. Was viele nicht wissen (und was dem Titel der Richtlinie auch
nicht zu entnehmen ist): Zunehmend werden aus diesem Programm auch Maßnahmen im
Mobilitätssektor gefördert, die der Minderung verkehrsbedingter
Treibhausgasemissionen dienen.
Förderfähig sind integrierte Klimaschutzkonzepte und
Teilkonzepte mit dem Schwerpunkt nachhaltige Mobilität mit einer Gesamtbetrachtung
aller Verkehrsmittel, dem Fokus auf einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl
und der Steigerung des Anteils von Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV in den
Kommunen. Investive Klimaschutzmaßnahmen im Mobilitätsbereich können
unter anderem Mobilitätsstationen und Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen sein,
aber auch Maßnahmen zur Lärmminderung und Luftreinhaltung als Teil einer nachhaltigen
Mobilitätspolitik können in diese Förderkulisse passen.
Die kommunalen Voraussetzungen für eine Förderung und die Fördersätze
variieren und sollten jeweils aktuell recherchiert werden. Weitere
Informationen sind zu finden unter www.klimaschutz.de
für allgemeine Informationen bzw. www.klimaschutz.de/de/zielgruppen/kommunen/foerderung/die-kommunalrichtlinie
konkret zur Kommunalrichtlinie.
Mittwoch, 26. August 2015
Mutig: Begegnungszone in Horgen (CH)
Die Schweiz ist bekannt für ihre Begegnungszonen – vereinfacht
gesagt nach deutschem Straßenverkehrsrecht ein Mittelding zwischen
verkehrsberuhigtem Bereich und verkehrsberuhigtem Geschäftsbereich. Einige Zonen
sind funktional und gestalterisch wenig befriedigend, von anderen Beispielen
kann man etwas lernen bzw. sich etwas abschauen. Einige Beispiele sind aber
das, was man neudeutsch als "durchgeknallt" bezeichnen könnte. Ein
solches Beispiel ist am Bahnhof Horgen in der Nähe von Zürich zu finden. Den
Mut für eine solche Straßengestaltung muss man erst einmal haben. Ein
vollständiger Überblick über die Schweizer Begegnungszonen ist im Internet
unter www.begegnungszonen.ch zu
finden.
Samstag, 22. August 2015
Wirkung von Maßnahmen zur Umweltentlastung – erste Maßnahmenblätter veröffentlicht
Vor dem Hintergrund des großen Handlungsbedarfs zur
Lärmminderung und Luftreinhaltung hat sich in der Forschungsgesellschaft für
Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) der AK 2.12.4 "Wirkung von Maßnahmen zur
Umweltentlastung" (Leiter: Jochen Richard) zur Aufgabe gemacht, einzelne
Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt in ihrer Wirkung kompakt und dennoch umfassend
vorzustellen. Betrachtet werden Aspekte wie Wirkungsbereiche, Minderungspotenziale,
Rahmenbedingungen, Synergieeffekte, Wechselwirkungen auf das Verkehrs- und
Transportsystem sowie Praxisbeispiele. Um möglichst frühzeitig die Ergebnisse
an die Öffentlichkeit zu geben, geht die FGSV neue Wege, indem sie schrittweise
die jeweils bearbeiteten Maßnahmen kostenlos als Download veröffentlicht.
Die ersten Maßnahmenblätter sind nun erschienen: "Stadtgeschwindigkeitskonzepte
und Tempo 30" (FGSV 210/1), "Kreisverkehre" (FGSV 210/2) und "Umweltsensitives
Verkehrsmanagement" (UVM) (FGSV 210/3). Aktuell in Arbeit befinden sich
die Maßnahmenblätter Verkehrsflächenbefestigungen in Betonpflaster- und Asphaltbauweise,
Stadtlogistik, Lkw- Führungskonzepte, Straßenerhaltung und multimodale Verkehre.
Weitere Maßnahmenblätter sind geplant.
Die veröffentlichten Blätter sind herunterladbar unter www.prr.de -> download oder unter www.fgsv.de/fileadmin/gremien/ak_2124/FGSV_210_1_Zwischenstand.pdf (bzw. FGSV_210_2 und FGSV_210_3),
alternativ können die Titel der Maßnahmenblätter auch bei Google eingegeben
werden.
Samstag, 1. August 2015
Jörg Thiemann-Linden freier Mitarbeiter im PRR
Nach seiner zuletzt mehrjährigen
Tätigkeit am Deutschen Institut für Urbanistik konnten wir Jörg Thiemann-Linden als freien Mitarbeiter für unser
Büro gewinnen. Seine Erfahrungen in den Bereichen Mobilitätsstrategien, Fuß-
und Radverkehr/ Pedelecs, Straßenraumgestaltung und Nahverkehrsplanung ergänzen
unser Portfolio in idealer Weise. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!Montag, 13. Juli 2015
Essen "Grüne Hauptstadt Europas 2017"
Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren im Wettbewerb um
den Titel "Grüne Hauptstadt Europas 2017" konnte die Stadt Essen im
Finale in Bristol (amtierende "Grüne Hauptstadt Europas 2015") am 17.
Juni 2015 mit ihrem Konzept die Jury der Europäischen Kommission überzeugen. Essen
ist "Grüne Hauptstadt Europas 2017" – unsere Gratulation dazu!
Zur inhaltlichen und qualitativen Unterstützung der Essener
Bewerbung und zur Vorbereitung auf das Präsentationsjahr hat die Stadt Essen einen wissenschaftlicher Beirat berufen,
der sich aus Persönlichkeiten verschiedenster Fachrichtungen des Umwelt- und
Klimaschutzes zusammensetzt. Wir freuen, dass wir als Mitglied dieses Beirats einen kleinen Beitrag leisten können.
Weitere Informationen unter: https://gruene-hauptstadt.essen.de.
Weitere Informationen unter: https://gruene-hauptstadt.essen.de.
Samstag, 4. Juli 2015
Fußgänger-"Querbuch" veröffentlicht
Der FUSS e.V. hat das "Querbuch: Wie Fußgänger am besten über die Straße kommen" herausgebracht. Im zum Thema passenden Quer-Format werden auf 54 Seiten Querungssicherungen von der Ampel bis zu Gehwegüberfahrten vorgestellt. PRR hat die Veröffentlichung der Planungshilfe im Rahmen des Sponsorings mit einer Spende unterstützt. Das Querbuch kann für nur 4,00 EUR (ab 5 Exemplare 2,50 EUR) + Versandkosten im Online-Shop des FUSS e.V. (www.fuss-ev.de -> Shop) bestellt werden.
Freitag, 22. Mai 2015
Kuba: Eindrücke einer Exkursion
Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat 2014/15 eine Exkursionsreihe nach Kuba angeboten. Nicht zuletzt die x-te Wiederholung des Wim Wenders-Films "Buena Vista Social Club" im Sommer 2014 hat uns angeregt, uns für die Kuba-Reise im Januar 2015 anzumelden – natürlich nicht wissend, welches politische Tauwetter sich zwischen USA und Kuba Ende 2014 anbahnen würde. Wir hatten also das Glück, das "alte" Kuba in letzter Minute zu erleben.
Mit vier kleinen Fotostrecken wollen wir ein paar Eindrücke dieser Reise vermitteln:
Oldtimer in Havanna – immer wieder faszinierend schön
Stadtverfall und Stadterneuerung – eine unendliche, fast unlösbare Aufgabe
Architekturerbe des Art Deco – die weniger bekannte Architektur Havanas
Mallorca: Fast fertige Bahnstrecke wird Radweg
Auf Mallorca wurde viel unternommen, den Schienenverkehr nicht nur attraktiver zu machen, sondern auch stillgelegte Strecken wieder zu aktivieren. So auch der 28 km lange Abschnitt Manacor – Artà. Mit Ausnahme der Stadtstrecke in Manacor wurde die Trasse seit 2009 einschließlich zwei neuen Depots vollständig hergerichtet, Bahnhöfe restauriert und Vorplätze neu gestaltet, die Züge geliefert und abgenommen. Es fehlten noch die Gleisanlagen, die Fahrleitung und die Sicherungstechnik. Der Regierungswechsel im Regionalparlament 2011 hatte einen Baustopp für das Projekt zur Folge, weil die notwendigen Mittel für den Abschluss in Höhe von 90 Mio. EUR nicht bereitgestellt werden konnten. Für 5 Mio. EUR hat man stattdessen einen Fahrradweg auf der Trasse angelegt. Die Radfahrer fahren nun "tiefgelegt" entlang der fertigen Bahnsteigkanten.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es durchaus
sinnvoll sein, bei einem solchen Projekt den Atem anzuhalten und eine Pause
einzulegen. Fachlich kaum nachvollziehbar, sondern als politisch motiviert ist
wohl die Anlage einer Baumallee entlang der Fahrradtrasse und vor allem die "Verwaldung"
der Zufahrt zum Depot Son Carrio zu sehen – nach dem Motto: Hier wird niemals ein
Zug fahren! Das ist der eigentliche Skandal! Die Museumsbahnfahrzeuge in der Halle
und die unfallbeschädigten Dieseltriebwagen neben der Halle kamen per Lkw und
werden das Gelände wohl nie auf Schienen verlassen können.
Wer mehr erfahren möchte: Dr. Dirk Budach hat in "Stadtverkehr",
Heft 4, 2015, einen umfassenden Artikel zum "Schienenverkehr auf der Insel
Mallorca" veröffentlicht.
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Verkehrsökologie - Neuer Lehrstuhl an der HS Karlsruhe besetzt
Die Hochschule Karlsruhe hat Dr. Jochen Eckart auf den Lehrstuhl für Verkehrsökologie in der Fakultät für Informationsmanagement und Medien berufen. Der Bereich Verkehrsökologie gehört zum Studiengang Verkehrssystemmanagement. Seine Forschung und Lehre konzentriert sich auf die Themenfelder Verkehrsmanagement, Umweltwissenschaften und integrierte Infrastrukturplanung.
Dr. Jochen Eckart ist früherer Mitarbeiter unseres Büros und kehrt nun nach einer langen beruflichen Reise, die ihn bis zur University of South Florida führte, mit dem Ruf der HS Karlsruhe wieder nach Deutschland zurück. Wir gratulieren zu der Berufung und wünschen viel Erfolg in Lehre und Forschung!
Dr. Jochen Eckart ist früherer Mitarbeiter unseres Büros und kehrt nun nach einer langen beruflichen Reise, die ihn bis zur University of South Florida führte, mit dem Ruf der HS Karlsruhe wieder nach Deutschland zurück. Wir gratulieren zu der Berufung und wünschen viel Erfolg in Lehre und Forschung!
Güterverkehr auf der Strecke Neustadt (Dosse) – Werder wieder aufgenommen!
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Nach langem Ringen und
nach mehr als zehn Jahren verkehren seit Mitte Mai wieder Güterzüge zwischen
Neustadt (Dosse) und Werder in Brandenburg. Die Holzwerke Bullinger beziehen
einen Teil ihrer Holzlieferungen nun wieder über die Schiene. Allein die ersten
beiden Züge haben 30 Lkw-Fahrten ersetzt. Die Holzwerke gehen davon aus, dass
das Volumen auf der Schiene in den nächsten Jahren weiter gesteigert werden
kann und schließlich bis zu 1.500 Lkw-Ladungen pro Jahr von der Straße auf die
Schiene verlagert werden können.
PRR hat das Projekt im Vorfeld im Rahmen der
Logistikinitiative "HUB 53/12° – das Logistiknetz Güstrow • Prignitz •
Ruppin" über viele Jahre fachlich begleitet. Wir freuen uns, dass das
Projekt zu diesem Erfolg beitragen konnte.
| Foto: Holzwerke Bullinger 2015 |
Montag, 6. April 2015
"Gschärt Spacle" - Umbau Ortsdurchfahrt Rudersberg fertiggestellt
Am
27. März 2015 wurde nach mehr als zweijähriger Umbauzeit die Ortsdurchfahrt
Rudersberg (Baden-Würrtemberg) der L 1080 wieder für den Kfz-Verkehr freigegeben. Mit den konzeptionellen Vorarbeiten begann PRR im Auftrag der Gemeinde im Jahr 2007; zunächst eine Machbarkeitstsudie, die dann in einem aufwändigen Planungs- und Beteiligungsprozess schrittweise zur Umsetzungsreife vertieft wurde. Mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie und des Lärmaktionsplans wurde die Ortsdurchfahrt bereits im Vorfeld der Baumaßnahme mit
Tempo 30 ausgewiesen.
Für die Wiederherstellung des städtebaulichen Raumes wurde eine weitgehend flächige Gestaltung mit einer weichen Separation zwischen Fahrbahn und Gehwegen gewählt wurde. Kraftfahrer bewegen sich nun nicht mehr in eine konventionellen Straßenraum, sondern queren eine platzartig gestaltete Fläche. Die Folge: Extrem langsame und vorsichtige Fahrweise mit selbstbewusst querenden Fußgängern - "geschärt Spacle", wie es Landrat Johannes Fuchs auf gut schwäbisch bezeichnet hat
Für die Wiederherstellung des städtebaulichen Raumes wurde eine weitgehend flächige Gestaltung mit einer weichen Separation zwischen Fahrbahn und Gehwegen gewählt wurde. Kraftfahrer bewegen sich nun nicht mehr in eine konventionellen Straßenraum, sondern queren eine platzartig gestaltete Fläche. Die Folge: Extrem langsame und vorsichtige Fahrweise mit selbstbewusst querenden Fußgängern - "geschärt Spacle", wie es Landrat Johannes Fuchs auf gut schwäbisch bezeichnet hat
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