Samstag, 21. Juli 2018

Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie

Im Rahmen der Verbändeförderung des Umweltbundesamtes hat der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. die Broschüre "Schritte zur Einführung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie – Handlungsleitfaden herausgebracht.

In dem Handlungsleitfaden geht es in erster Linie um die Mobilität zu Fuß in der Stadt. Fußverkehr ist die Basis städtischen Lebens. Ein erhöhtes Fußverkehrsaufkommen und der vermehrte Aufenthalt im öffentlichen Raum können als wesentlicher Lösungsansatz für die vielfältigen Herausforderungen in einer Stadt genutzt werden, in der man gerne lebt, sich gerne gesellschaftlich einbringt und die man gerne besucht. Es ist also höchste Zeit, für die Förderung der nachhaltigsten aller Mobilitätsformen ein eigenständiges kommunales Programm zu entwickeln und schrittweise umzusetzen.

In der Veröffentlichung können die verschiedenen Aspekte zwangsläufig nur kurz angeschnitten werden. Sie soll ein Überblick über die Themenvielfalt bieten, die mit dem Fußverkehr hinsichtlich einer systematischen Förderung im Zusammenhang stehen. Umfangreiche Verweise und Literaturstellen helfen, vertieft in das Thema einzusteigen.

Zum Gelingen dieser Broschüre konnte Jochen Richard durch die Mitarbeit im begleitenden Fachbeirat und die Tätigkeit als Lektor einen kleinen, ehrenamtlichen Beitrag leisten.Die Broschüre als Download und den Text mit ausführlicheren Quellenangaben und Anmerkungen ist zu finden unter: www.fussverkehrsstrategie.de > Handlungsleitfaden.

Freitag, 22. Juni 2018

Mönchengladbach hat zu viele Hauptstraßen

...so titelte am 20. Juni 2018 die Rheinische Post nach Vorstellung des Mobilitätsplans im Bau- und Planungsausschuss. Nach dem letzten verbindlichen Verkehrsplan, der Generalverkehrsplan von 1981, ist die Stadt Mönchengladbach nun auf dem Weg, sich einen "modernen" Mobilitätsplan für die wachsende Stadt zu geben. Das heißt vor allem, sich von einem sehr dichten Netz von Hauptverkehrsstraßen zu verabschieden, um Planungs- und Handlungsspielräume für die Förderung des Umweltverbundes zu erhalten. Ganz wesentlich ist aber auch, die Stadtgestalt und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Gleichzeitig schafft der Mobilitätsplan die Grundlage für eine rubuste, anpassungsfähige Infrastruktur, die zukünftige Herausforderungen bewältigen kann - sei es Luftreinhaltung, Klimaschutz, Lärmminderung oder die Folgen das Klimawandels.

PRR hat für den Mobilitätsplan verschiedene Fachgutachten (u. a. zukünftige Netzhierarchie,  Lärmminderung und Nahmobilität) beigesteuert und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung die Leitlinien des Mobilitätsplans aufgestellt.

Donnerstag, 21. Juni 2018

20 Jahre Maikonzept in Neuruppin – "Dunkle Wolke war am Ende ein Fortschritt"

…so titelte der Ruppiner Anzeiger am 29. Mai 2018. Vor genau 20 Jahren – deshalb der Name "Mai-Konzept" – fand in der Neuruppiner Altstadt eine gefühlte "Verkehrsrevolution" statt, unter anderem mit Aufgabe des Einbahnstraßenrings, Einführung einer großen Tempo 30-Zone über die gesamte klassizistische Altstadt, neues abgestuftes Konzept zur Parkraumbewirtschaftung. "Viele sahen im Mai 1998 eine dunkle Wolke des Niedergangs auf ihren Heimatort herabsinken", so der Ruppiner Anzeiger.

PRR war als beauftragte Planer unmittelbar beteiligt, wir sind also Zeitzeugen. Es war ein sich über Monate hinziehender erbitterter Kampf manchmal hart an der Gürtellinie, in der Bürgerschaft wie auch in der Politik. In unzähligen Veranstaltungen wurde für die Vorteile des Mai-Konzepts geworben. Die Politik hat schließlich zugestimmt. "Die dunkle Wolke war am Ende ein Fortschritt". Der Fortschritt braucht halt politischen Mut und ausreichend Zeit – beides vermisst man heute im Planungsgeschäft gelegentlich.

Sonntag, 22. April 2018

Abschaltung alte E-Mail-Adresse

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir sind weiterhin und unverändert unter info@prr.de sowie aachen@prr.de und berlin@prr.de erreichbar! 
Im Zuge der Arbeiten rund um unserer erneuerte Homepage haben wir lediglich die alte Adresse prrac@t-online.de endgültig aufgegeben. Alle, die in ihrem Adressverzeichnis diese Adresse eingetragen haben, oder gerne alte E-Mails nutzen, um neue zu schreiben, sollten nur noch die drei oben genannten Adressen verwenden.

Relaunch Internet-Auftritt

Es ist geschafft! Schon lange wollten wir unserer Internet-Auftritt neu gestalten, aber die Alltagsarbeit hat uns zunächst daran gehindert, das Thema anzugehen, und anschließend, es kontinuierlich zu bearbeiten. Deshalb freut es uns um so mehr, nun verkünden zu können, dass die neue Seite Online gestellt ist. Wer mal einen Blick hineinwerfen möchte und nicht von der Homepage zum Blog gewechselt ist, hier die Adresse: www.prr.de.

Donnerstag, 5. April 2018

ÖPNV im Spannungsfeld zwischen kurzer Beförderungszeit und stadtverträglicher Geschwindigkeit

Tempo 30 auf Verkehrsstraßen ist auch nach der Erweiterung der Anordnungsfähigkeit mit der StVO-Novelle immer noch sehr umstritten. Als ein Argument gegen eine Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h wird häufig angeführt, dass der ÖPNV nicht nur langsamer wird, sondern vielfach auch seine Umlaufzeiten nicht einhalten kann und deshalb zusätzliche Busse eingesetzten werden müssen. In einer gemeinsamen Autorenschaft mit Prof. Jochen Eckart, Hochschule Karlsruhe, und Andreas Schmitt, Unternehmensberatung für Verkehr und Technik (UVT) in Mainz, haben wir den Sachstand zum Thema zusammengefasst und daraus Empfehlungen für ein differenziertes Vorgehen abgeleitet. Veröffentlicht ist der Aufsatz mit der 80. Ergänzungslieferung für das "Handbuch der kommunalen Verkehrsplanung".